Meine Rezeptesammlung

Mein Traum besteht aus den Küchen dieser Welt. Ich mag sowohl die schottisch-englische Küche als auch die mediterrane Küche, die asiatische Küche in all ihren Variationen als auch die afrikanische, die kreolische, die südamerikanische...

Dieser Blog ist eine bunte Mischung aus all diesen Gegenden. Es gibt eine Weltmusik, warum sollte es keine Weltküche geben?

Einige Rezepte stammen aus Kochbüchern oder Kochseiten aus dem Netz, die ich nachgekocht und/oder verfeinert habe. Andere Rezepte sind Eigenkreationen.

Ein paar Worte über mich:
wohnhaft im schönen Mittelfranken; im letzten Jahrtausend einen kaufmännischen Beruf erlernt, der mir keine Zukunftsperspektiven eröffnet hat; im Jahr 2014 ins kalte Wasser gesprungen und einen neuen Beruf erlernt; 2016 die Ausbildung als Hauswirtschafterin abgeschlossen; ab dem Sommer 2016 habe ich die Fachakademie für Landwirtschaft besucht und mich dort weitergebildet, im Sommer 2019 dort den Abschluss gemacht. Seitdem bin ich Betriebswirtin für Ernährungs- und Versorgungsmanagement. Nunmehr in meinem ursprünglichen Beruf wieder tätig. Die (Welt-)Küche lässt mich trotzdem nicht los.

Viel Spaß beim Lesen und Nachkochen. Fragen beantworte ich natürlich gerne :-)

Dienstag, 31. Dezember 2013

Southern Fried Chicken

Kein KFC in der Nähe und trotzdem Appetit auf knusprige Hähnchenteile? Mit ein bißchen Zeit und Muße läßt sich Southern fried chicken auch zuhause machen.

Zutaten:

4  Hühnerschenkel, am Gelenk geteilt oder 8 Hähnchenunterschenkel
1 TL Pfeffer
1 ½ TL Salz
1 TL Knoblauchpulver
1 TL Paprikapulver, rosenscharf, oder Cayennepfeffer
Öl, zum Frittieren

Für die Marinade:

3 Eier
50 ml Wasser
Tabasco

Für die Panade:
2 Tassen Mehl
1 EL Backpulver
Salz

Zubereitung:

In einer mittelgroßen Schüssel die Eier und das Wasser vermischen und Hot Sauce dazugeben (Menge und Sorte nach Belieben, Schärfegrad und Verträglichkeit selbst einschätzen).

In einer Tasse Pfeffer, Paprika, Salz und Knoblauchpulver vermischen. Die Hühnerteile großzügig beidseitig damit einreiben. Anschließend in die Marinade tunken, bis sie komplett bedeckt sind.

Mehl, Backpulver und Salz mischen. Das Fleisch aus der Marinade nehmen und darin wenden, überschüssige Reste abschütteln. Man kann die Mehlmischung auch in einen Gefrierbeutel geben, alle Hühnerteile hinein legen, durchschütteln und das Mehl von außen mit der Hand verteilen, bis alle gleichmäßig bedeckt sind.

Eine hohe Pfanne ca. 2 cm mit Pflanzenöl füllen und erhitzen. Ees muss heiß sein, darf aber nicht rauchen. Ob es heiß ist, kann man gut mit einem Tropfen Wasser testen. Die Hühnerteile mit der Hautseite nach unten in das Öl legen, nicht zu viele auf einmal, und ca. 4-5 Min frittieren, bis sie braun und knusprig sind. Anschließend wenden und weitere 4-5 Min frittieren.

Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Wiederholen, bis alles frittiert ist. In der Zwischenzeit kann man die fertigen Hühnerstücke im Backofen warm halten.

Vorschlag für ein Silvesteressen

Rindfleisch, vom Metzger in Vakuum gezogen, Dicke etwa 4 cm; Steaks anbruzzeln, dann bei 80 Grad im Backofen, eingewickelt in Alufolie, nachreifen lassen. Aus dem Bratensaft eine Pfeffersoße oder andere leckere Gewürzsoße zaubern. Oder karamelisierter Knoblauch (das steht beim Knoblauchbrotrezept) im Sößchen.
Oder ein Töpfchen nehmen, Sahne dazu, frische Gewürze dazu, blubbern lassen, eindicken lassen, und das alles zu dem Bratensaft (also ohne die Steaks) geben, gut rühren, eindampfen lassen...

 Dazu american fries oder french fries...

Als appetizer einen grünen Salat oder - wenn wir schon bei american food sind - einen coleslaw. Als Hingucker in den Salat Himbeeren mit einem guten balsamico (wirklich sauguten) füllen und mit einem Klecks ungesüßter Sahne garnieren... DAS knallt...

Als dessert bieten sich Bratäpfel an, der Ofen ist ja eh schon warm. Einen Boskop füllen mit Marzipan, (Rum-)Rosinen, dazu Calvadossahne oder -vanillesößchen. Den Apfel unten verschließen, damit nichts ausläuft.

Oder Pflaumen mit Rotwein, Vanillezucker und ein Sößchen ziehen mit Pflaumenwein.
Oder frischgebackene Waffeln mit Honig und Vanillezucker, dazu einen cremigen Sahnemilchreis und ein leckeres heißes Obst (z.B. Himbeeren, Pflaumen).
Oder Dampfnudeln, gegart in massig Milch und Zucker, gefüllt mit Pflaumenmus...
Oder Pudding auf Sahnebasis - handgerührt - mit Grand Marnier und Orangensaft aufpimpen; dazu auf jeden Fall Orangenesten als Hingucker

Ein Fondue? Und dazu eine Feuerzangenbowle...

Die faule Variante für den Hauptgang: Römertopf, Gemüsebett rein, lecker Rindfleisch rein, Rotwein rein, mit der Niedertemperaturmethode (ca. 80 Grad) ab dem 30.12. garen, am 31.12.13 auf 75 Grad runterschalten und dann ist es fast von selber fertig... Dazu ein parfait, gerne auch ein gekauftes und dann aufgepimpt mit dem entsprechenden Likörchen...

 Nochmal zu den Vorspeisen:

Heiße Maroni aus dem Feuer (oder Topf)

 Oder die einfache Variante: warmen Toast achteln und mit Leckerchen belegen, z.B. Leberwurst, Kräuterbutter, Orangenmarmelade; oder die Toaststückchen in der Pfanne in Knoblauch anbruzzeln...

 Oder die Kombination aus süß und scharf: Apfelmus mit Chilischoten gekocht; unter das heiße Apfelmus einen kleinen, kalten Reibekuchen packen...

 Oder Schwarzbrot/Pumpernickel mit Quark und verschiedenen Kräutern...

Rezept • MEIN Weißbrot

Dieses Rezept ist ein Beitrag von einem sehr interessierten Brotbäcker.

Vorbemerkung:
Alle Backöfen haben eine Innenbeleuchtung.
Diese läßt sich einzeln schalten und hat eine wundervolle Heizleistung:
sie produzieret und hält ca. 30°C;
fast perfekt, um wie in einer Backstube zu arbeiten.
Das mache ich mir gern und regelmäßig zunutze.

Zutaten:

 400 g Mehl (Weizen / Dinkel)
 100 ml Wildhefe
 10 g Salz
 150 ml Wasser

Zubereitung:

Der Vorteig wird ca. 12 Stunden (abends?) vor dem Teig angesetzt und hat Zeit sich bei raumtemperatur reichlich und äußerst aromatisch zu entwickeln.
Alternative: der Vorteig geht in 24 Stunden oder auch deutlich länger im Kühlschrank. Je länger er kalt geführt wird, um so aromatischer wird er.

Wie setzt man den Vorteig an?
100 g Mehl werden mit den 100 ml Wildhefe (vor Gebrauch aufschütteln) mit einer Gabel glattgerührt. Fertig.
Dies winzige (unscheinbare / unansehnliche?) Häufchen klebriger Masse kommt nun in ein sehr groß dimensioniertes Gefäß mit einem lose aufliegenden Deckel; ein Volumen von knapp 2 Litern ist nicht erheblich übertrieben.
Deckel drauf.
Ab in die Wärme (Backofen).
Licht an.
Warten (schlafen).

Innerhalb der nächsten 12 Stunden werden die Hefepilze eifrig arbeiten und aus dem verklumpt aussehenden Mehl einen absolut fluffigen und gutriechenden Vorteig bauen.
Kinder werden die halbe Nacht freiwillig vor der Spacekiste wachen und die Hefe bei der Arbeit beobachten?
Wichtig: Wer den Backofen öffnet, entläßt ca. 10°C aus dem Backofen; die Temperatur fällt also von ca. 33°C sofort auf 23°C.
Neugierige sollten also nur durch Fenster des Backofens spannen.

Ob nun nach 8 oder 10 Stunden der Vorteig aus dem Backofen geholt wird, ist fast egal.
Aber 8 Stunden sollte man den Mitabeitern von der Hefeabteilung für ihren Job schon gewähren.

Der Teig wird aus den verbleibenden Zutaten vervollständigt.
Was soll ich sagen?

Wasser, den Vorteig, 300 g Mehl und Salz in die Schüssel, gut mischen.
Zum Wasser ist zu sagen: nicht sofort alles reinschütten.
Man kann während die Küchenmaschine läuft, wenn nötig, zugeben, da die unterschiedlichen Mehle, Weizen, Roggen oder andere und dann wieder nach Ausmahlgrad, unterschiedliche Wassermengen aufnehmen, sind diese Angaben immer plus minus einige ml zu sehen. Wer langsam Wasser zugibt, kann mehr Wasser in den Teige einbauen, die TA also erhöhen.
Ich mach das in meiner Küchenmaschine mit dem Knethaken auf kleiner bis mittlerer Stufe binnen 5 Minuten.
Den Knethaken nehme ich, weil der mit 2 Fingern absolut schnell zu säubern ist und er seine Arbeit gut macht.

Nun kommt der Teig in die (kleine) antihaftbeschichtete Königskuchenform.
Ab in den Backofen.
Tür zu.
Licht an.
Warten.

Nach 2 bis 3 Stunden (wenn die Form gut gefüllt erscheint) kommt das Brot aus dem Backraum wieder raus.
Nun wird der Backofen (nur mit Ober- und Unterhitze) auf 200°C vorgeheizt.
Ab mit dem Brot in den Backofen.
Ca. 12 Minuten später wird die Temperatur auf 120°C runtergeschaltet und das Brot binnen weiterer 30 bis 40 Minuten fertig gebacken (Stäbchenprobe machen).
Ausformen, auf einem Gitter auskühlen lassen.

Tipps zum Material / Grundstoffen / Arbeitstechniken

Präambel:
 Ich bin nicht fehlerfrei.
 Also nicht meckern, überzeugen.
 Alternative: es gibt unterschiedliche Lösungsansätze für fast jedes Problem.
 Her mit EUREM Wissen.

 1.) zu Frischhefe
 Die Anweisung Hefe in warmer Milch oder anderen warmen Flüssigkeiten, vielleicht sogar mit Zucker zu starten ist ein Hefekiller.
 Die Hefe malocht wie wild, sieht sensationell aus und dann, im Produkt isse längst satt und hat kein Bock mehr auf Maloche.
 Also wird die Hefe einfach in die Zutaten gekrümmelt, der Teig produziert und dem wird Zeit gegeben.

 2.) zu Trockenhefe

 3.a) zu Salz
 Salz ist, in unterschiedlichsten Mengen, in fast allen Teigen unverzichtbar.
 Auch in süße Teige muß eine Priese Salz.

 3.b) Wenn Salz nicht weggeschüttet wird, sondern im Produkt bleibt, nehme ich grundsätzlich Fleur de Sel, weil hier fast mehr Mineralstoffe als Salz ins Produkt kommen.
 Preis im Großhandel: ca. 16 EUR / kg. (Stand Oktober 2013)
 Ja, das ist viel Geld, aber in Eure Motoren kippt Ihr einmal im Jahr Öle für 25 EUR / Liter, damit die nicht kaputt gehen ...
 Ich brauche 2 - 3 kg von dem Salz im Jahr.
 Das bin ich mir wert.

 3.b) Salz ist ein Hefekiller, darum erst gaaanz zum Schluß in den Teig einarbeiten.

 4.) zu Teigen
 Egal was man macht, ein Teig muß sich einmal verdoppeln - wahlweise in der Raumtemperarur oder in der Kühlung.
 Jeden Teig sollte man während der Ruhephase einmal über alle 4 Ecken falten und dann mit dem Schluß nach unten drehen. Das bringt frische Luft und spannt den Kleber im Teig. Also sachte arbeiten, nix zu sehr drücken, es wird alles gebraucht, was im Teig ist, auch das Gas. Der Teig bleibt weich und trotzdem ist er standhaft. Teige gehen lassen funktioniert hervorragend unter Luftpolsterfolie. Dazu die Folie mit den „Pickeln“ über den Teig legen, damit nicht die ganze Folie am Teig festklebt.
 Eine beinahe unsichtbare Schicht Mehl verhindert ankleben fast völlig.

 5.) Wasser im Teig
 Zunächst max. 50 % zum Mehl geben, dann in kleinen Schlucken zufügen, jeweils komplett einarbeiten lassen.
 Das macht den sensationellen Glanz des Teiges und läßt den Teig bis zu 100 % Wasser „schlucken“ - das wiederum macht den Teig weich und das Produkt saftig.
 100% bezieht sich auf das Verhältnis Wasser / Mehl und bedeutet eine TA von 200.

 6.a) Teigausbeute (Begriffsklärung)
 TA = Teigausbeute = Wasser im Teig = saftiges Produkt
 TA 165 = 100g Mehl mit 65g Wasser gemischt
 TA 180 = 100g Mehl mit 80g Wasser gemischt
 TA 200 = 100g Mehl mit 100g Wasser gemischt

 6.b) TA 200
 ist ein Sonderfall.
 Schüttet man zu 100g Mehl 100g Wasser und vermischt das, so erhält man ein fast flüssiges Produkt.
 Ist das Wasser das Hefewasser, hat man einen mehr oder weniger flüssigen Vorteig.
 Ist das Wasser schön kalt und der Vorteig von oben, TA 200 aus Hefewasser und Mehl,
 3 Tage im Kühlschrank gereift, schafft man in kleinen Schlucken eine TA 200 mit einem sehr weichen Teig als Belohnung.

 7.) Molke
 Wer statt Wasser Molke als Schüttflüssigkeit benutzt, bekommt ein unglaublich saftiges Produkt mit sensationeller Haltbarkeit.
 Molke im Handel kostet ca. 1,70 EUR je Liter.
 Molke selbstgemacht kostet die Milch (keine H-Milch nehmen) plus etwas Essig und ein TL Salz.

 8.) Bestreichen von Teiglingen zum Aufhübschen der Oberfläche
 40 g Eigelb für die Farbe mit 10 g
 Sahne als Klebeemulgator zum Bestreichen.
 Mit der Sahne bleibt es besser auf dem Gebäck haften.

 9.) Wie sieht welches Getreide aus?

 Weizen: kleine, rundliche, hellbraune/braune Kerne
 Dinkel: länglicher, ovaler, rötlicher Ton
 Roggen: ähnlich wie Weizen, grünlich-braungrau, oval, spitz zulaufend
 Nackthafer: ähnlich wie Reiskörner, oval, bräunlich
 Kamut: „Urgetreide“ ägypt. Ursprungs, oval, fast gelblich, maiskornartige Farbe, gibt sehr helles Mehl

 Die Fachleute (Bauern / Müller / Landhändler) kennen die Getreidekerne nicht Körner.

10.) Vorstufen der Teigbereitung
 Kochstück
 die ganzen oder grob geschroteten Kerne werden gargekocht, das macht das Getreide schlicht saftiger und einfacher zu kauen
 Brühstück
 nicht kochendes Wasser wird verwendet
 Wassertemperatur max. ca. 88°C
 kürzere Stehzeit 1-3 Std.
 Stärke bindet mehr Wasser; Brot wird saftiger
 Quellstück
 Wassertemperatur 20-30°C
 längere Stehzeit 10-20 Std.

 11.) Farbe ...
 - Zuckerrübensirup zum Teig geben
 Brot bekommt eine schönere Farbe (sieht gesünder aus *grinsel*) und wird milder, weil der Sirup die Säure rausnimmt

 12.) Säure
 etwas Säure in den Teig geben hilft möglichen Brotschimmel vermeiden.
 Nein, keinen Essig reinkippen, einfach dem Hefeteig 50g Sauerteig zufügen.
 Der gute alte Herrmann ist ein Weißmehlsauerteig, das für alle die keinen Roggensauerteig im Sonntagsstuten haben wollen.

 13.) Teigtipp / Haltbarkeit / Konservierung
 Grundsätzlich ist die Mischung aus Hefeteig und Sauerteig eine sehr gute Methode jeden Teig gehen zu lassen, Aroma einzubauen und zu konservieren.
 Auf 1.000 g Mehl reichen 150g Vorteig (gemacht auf der Basis Hefewasser) plus 50 - 75 g Sauerteig völlig aus, um ein gutes Ergebnis zu bekommen.

 14.) Backzeiten bezogen auf den rohen Teig (Backverlust ca. 15%)
 für 800 g ca. 40 - 50 Minuten
 für 1.000 g ca. 50 - 60 Minuten
 für 1.700 g ca. 80 - 90 Minuten

 Brot in der Kastenform gebacken braucht im Ofen länger, sonst gibt es keine schöne Kruste.
 Frei geschobenes Brot braucht nicht so lange.

 15.) Was in welchem Teig?
 Im Brotteig verwendet man saure Milch oder Buttermilch; im Hefeteig verwendet man frische Milch.
 Weicher Teig muß flink und eventuell mit angefeuchteten Fingern angepackt werden, man soll ihn nicht ewig kneten.
 Pro kg Mehl nimmt man ca. 20 gr Salz.
 Alternativen zum Wasser können sein: Bier, Buttermilch, Molke…

 16.) Ist etwas nicht ganz gelungen, sag ganz locker: "Mein Mann (resp. meine Frau) will es so."

 17.) Wenn die Backofentür zum Einschießen offen war, nicht runterregeln,
 sondern raufregeln, besser sogar vorher raufregeln, weil beim Öffnen viel Hitze verlorengeht.
 Wenn man schon bis zum Anschlag hochgeregelt hat,
 eben 10 Minuten aufheizen lassen und DANN erst stufenweis runterregeln.

 18.) Die Tasse Wasser im Backofen ist gut, wenn man Tee mit Zitrone machen will. Sonst ist sie unsinnig.
 Gebraucht wird Dampf, also machen wir Dampf bei 270 - 300°C
 Teig einschießen und eine Tasse Wasser über den Teig oder auf das Backblech kippen.
 Tür zu, es dampft.
 Der Dampf hält den Teig oben elastisch und der Teigling kann von innen über den Ofentrieb gehen, locker werden.
 Ist der Dampf weg, runterregeln zum Bräunen bei 220°C, dannn runterregeln zum Backen bei 200 - 170°C je nach Backgut.

 ... wird fortgesetzt

Molke herstellen

Manchmal geht es auch schnell in der Küche.

Zutaten:

1 Topf
1 Baumwollwindel
1 Schüssel

1l Rohmilch von Rind / Schaf / Ziege oder einfache Vollmilch
20 g Salz zusetzen
30 ml Apfelessig
(Gewürze?)

Zubereitung:

Die Milch mit dem Salz (und den Gewürzen) verrühren, geradeeben kochen lassen.
Runter vom Feuer.
Unter rühren den Essig rein, die Feststoffe fällen aus.
In die mit der Windel augekleidete Schüssel abschütten, die Windel rausheben, ausdrücken ...
Molke erkalten lassen, Käse essen oder im Brot mit verbacken.

Ja und wofür brauche ich Molke???
Als Schüttflüssigkeit in allen Brotteigen.
Völliger Ersatz oder auch nur Teilersatz des Wasssers.

Wer als Nebenprodukt Quark / Hartkäse oder andere Käse haben möchte, muß mit Lab arbeiten, das ist ein anderes Thema.

Geräte und ihre Nutzung

1.) Alle Backöfen haben eine Innenbeleuchtung.
 Diese läßt sich einzeln schalten und hat eine wundervolle Heizleistung:
 sie produzieret und hält ca. 30°C;
 fast perfekt, um wie in einer Backstube zu arbeiten.

 2.) Gärkörbchen
 (kleine) Salatsiebe, runde oder ovale Brötchenkörbchen und der (Textil-)Einsatz für Gärkörbchen: Kopfhauben aus der Lebensmittelindustrie, bemehlen, Teig drin gehen lassen. Danach die Haube ausklopfen, trocknen lassen, weiterverwenden. Das geht so oft, bis die Haube schlicht mechanisch verschlissen ist, also 30 mal sicher oder auch 300 mal.

 3.) Einfüllhilfe für Spritzbeutel
 Steck ihn in ein 1 - 2 Liter Maß, stülpe ihn über den Rand des Gefäßes, füll ihn höchstens halb und gut is.
 Wer keinen Spritzbeutel hat, nimmt einen Gefrierbeutel und schneidet eine Ecke etwas ab (nach dem Füllen).

 4.) Backöfen
 gibt es mit Schnick und Schnack und einfach.
 Einfach reicht meistens völlig. Alle Automaten sind irgendwie überflüssig.
 Heißluft is gut für das Raumklima, wenn die Backofentür offen ist.

 Wärme wird gebraucht. Oberhitze / Unterhitze.
 270°C sollten sicher drin sein, 300°C wär genial.
 Gebraucht für 300 EUR, neu als Tischmodell für 450 EUR + Steuer zu bekommen.

 Danach die Steigerung sind Ober-/ Unterhitze getrennt regelbar.
 Das ist schon fast professionell.
 Dann darf es auch Dampf können.
 Und dann auch einen Timer haben.
 Das ist dann professionell und kostet um die 5.000 EUR incl. Steuer, ab Werk.

 5.) Ein Backofenthermometer
 ist eine sinnvolle Einrichtung, weil man damit die gelieferte Hitze im Backofen und die eingestellte Hitze auf der Skala des Drehknopfes abgleichen kann, einmal ne Liste machen und gut ist.
 Zusätzlich ist interessant: Türe für 60 Sekunden auf, kostet xx°C,
 auch da ist eine Tabelle für bessere Backergebnisse sinnvoll.

 ... wird fortgesetzt

Mehl(-sorten) ZWEI

Roggenflocken werden aus Roggen hergestellt. Die ganzen Körner werden unbehandelt zu Flocken ausgewalzt. Die schonende Behandlung erhöht die Haltbarkeit. Roggenflocken sind eine wichtige Grundlage für Schwarzbrote, Müslis, Bratlinge, Süßspeisen und Suppen.

 Der Dunst (Wiener Griessler) liegt im Feinheitsgrad zwischen Mehl und Grieß. Er ist griffig und fühlt sich körnig an. Er eignet sich ideal zum Backen für Strudel, Hefeteig, Biskuit, Spätzle - einfach alles was locker werden soll.

 Man unterscheidet Weichweizen-, Hartweizen- und Vollkorngrieß.
 Weichweizengrieß eignet sich am besten für Pudding und Brei.
 Aufläufe und Knödel gelingen am besten mit Hartweizengrieß.
 Vollkorngrieß zeichnet sich durch einen nussigen, herzhaften Geschmack aus und eignet sich für vollwertige Gerichte und herzhafte Desserts.

 Unter Schrot versteht man die zerkleinerten Getreidekörner. Da die Schalenteile noch nicht abgetrennt sind, entspricht Vollkorn-Schrot in seiner Zusammensetzung dem ganzen Korn.

http://www.herrenmuehle.de/wissenswertes.html

 Das T65 hat einen erheblich größeren Kleberanteil, als das deutsche 550er und bei genügend langer Knetung bekommt man z. B. bei Baguette eine sehr schöne grobe Porung.
 Das T 55 ist noch ein feineres Mehl (aus Weichweizen hergestellt) als das T65. Man benutzt es für Croissants, Brioche und feine Kuchen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Mehl

 Deutschland:
 Mehle -> feinste Teilchen, bis 0,2 mm
 Dunste -> feinste Grieße, 0,2 - 0,3 mm
 Grieße -> 0,2 - 0,8 mm
 Schrot -> über 0,8 mm

 Österreich
 Glattes Mehl -> (Teilchengröße unter 0,1 mm) wird deshalb so bezeichnet, weil zwischen den Fingern keine Teilchen mehr spürbar sind.
 Dunst -> (Grießler) bzw. griffiges oder doppelgriffiges Mehl (Teilchengröße zwischen 0,1 - 0,2 mm)
 Grieß -> (Teilchengröße zwischen 0,2 - 0,5 mm)
 Schrot -> (Teilchengröße über 0,5 mm)